Turismo Lanzarote, Spanien
Die schwarze Insel wird grüner
Lanzarotes Natur ist einzigartig. Lavafelder und Vulkan-Höhlen, surreal anmutende Kraterlagunen, weiße Strände und die artenreiche Meeresfauna sind es wert, streng geschützt zu werden. Darum ist die gesamte Insel UNESCO-Biosphären-Reservat. Grüner Pionier der Insel war der Künstler César Manrique. Dank ihm bleiben Bewohner und Besucher sogar von Werbetafeln verschont!
Foto (download): Den Vulkankegeln des Timanfaya-Nationalparks dürfen Besucher nur geführt einen Besuch abstatten. Sanft und bequem ist die Variante per Dromedar. Bildnachweis: Turismo Lanzarote
Als der berühmteste Bewohner Lanzarotes 1992 starb, hinterließ er seiner Heimat Kunstwerke und Bauten, die sich wie selbstverständlich in die archaische Umgebung einfügen. „Grüne“ Kunst, passend zu César Manriques ganzheitlicher Vorstellung: Im Einklang zu leben mit der Natur ist möglich! So lenkte César Manrique das Bewusstsein seiner Zeitgenossen auf das größte Kapital ihrer Insel, mit Erfolg. Ein Jahr nach Manriques Tod wurde Lanzarote von der UNESCO zum Biospähren-Reservat erklärt. Seitdem gilt die Insel im spanischen Vergleich als Musterbeispiel für nachhaltige Entwicklung.
Umweltschutz und Mülltrennung hielten Einzug und bei Neubauten wurde die Etagenzahl auf zwei begrenzt. Auch von hässlichen Werbetafeln bleiben Besucher Lanzarotes verschont. Das hält den Blick frei für die einzigartige Landschaft. 49 Prozent der Inselfläche stehen unter Naturschutz, gar 90 Prozent sind vor weiterer Bebauung geschützt.
Wichtigstes und spektakulärstes Naturreservat ist der Parque Nacional de Timanfaya. Pechschwarz türmt sich hier die Lava zu gewaltigen Massiven oder verliert sich weit ausladend am Horizont. Wer kein Geologe ist, könnte meinen, der letzte Ausbruch hätte erst vor wenigen Monaten stattgefunden. Dabei endeten die spektakulären Eruptionen, die weite Teile der Insel unter sich begruben, bereits 1836. Noch heute ist es nur einen Meter unter der Oberfläche kochend heiß. Im Besucherzentrum wird mit dem feurigen Lufthauch aus der Tiefe bereits gegrillt. In Zukunft soll die Erdwärme auch zur Energieversorgung auf der Insel genutzt werden.
Weitere Schutzgebiete sind der Parque Natural de los Volcanes sowie der Parque Natural del Archipiélago Chinijo mit den vorgelagerten Inselchen Montaña Clara, Alegranza, Roque del Este und Roque del Oeste. Der Begriff Natur-Paradies ist dabei besonders für Montaña Clara erlaubt: Das 1,5 Quadratkilometer große Felsen-Eiland teilen sich unzählige Vögel, darunter seltene Arten mit nur einem menschlichen Bewohner.
Weitere Informationen unter www.turismolanzarote.com
Lanzarote ist die östlichste der Kanarischen Inseln. Ihre Gesamtfläche beträgt 862 Quadratkilometer. Rund 100.000 Einwohner leben auf der Insel, die drei größten Tourismuszentren sind Puerto del Carmen, Costa Teguise und Playa Blanca.
Weitere Auskünfte:
Turismo Lanzarote Blas Cabrera Felipe, s/n E-35500 Arrecife de Lanzarote
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