Tourismusverband München-Oberbayern
Seen und gesehen werden am Starnberger See
Wussten Sie, dass es in Oberbayern mehr als 300 Seen gibt? Im Folgenden stellen wir Ihnen das Seenland Oberbayern vor. Heute geht es ganz schick an den Starnberger See.
Foto (download): Starnberger See mit Roseninsel (rechts), im Hintergrund die Alpen
Bildnachweis: Starnberger Fünf-Seen-Land
„Badewanne der Münchner“ oder „Fürstensee“ – dies sind nur zwei Spitznamen, die dem Starnberger See zuteil werden. Lang und schmal räkelt er sich den majestätisch aufragenden Alpengipfeln entgegen, die an Föhntagen zum Greifen nah erscheinen. Aus der Perspektive des Schwimmers wirkt der 20 Kilometer lange und bis zu fünf Kilometer breite See weit wie ein Meer. Mit seinen 57 Quadratkilometern Fläche und einer Wassertiefe von 120 Metern ist er nach dem Chiemsee Bayerns zweitgrößter See und ein Dorado für Segler, Surfer, Schwimmer und all diejenigen, die gerne gesehen werden oder einfach nur beobachten möchten. Der Rundweg, der nicht immer direkt am See entlangführt, ist rund 50 Kilometer lang. Für eine komplette Umrundung muss man gut zehn Stunden zu Fuß oder knapp fünf Stunden mit dem Rad einplanen. Wer sich zwischendurch zu einer gemütlichen Rast in einem der zahlreichen Biergärten hinreißen lässt, benötigt weitaus länger. Bei klarer Sicht genießt man vom See oder seinen Aussichtshügeln aus einen beeindruckenden Panoramablick. Es gibt kaum einen Ort, an dem man so viele Berge vor sich hat, ohne in den Bergen zu sein.
Unbestritten ist die Schönheit der Natur, in die sich der Starnberger See bettet. Im sanft gewellten Voralpenland südwestlich von München, nicht viel mehr als eine halbe Autostunde von der Landeshauptstadt entfernt, liegt dieser See mit Badeplätzen, originellen Gaststätten und idyllischen Biergärten. Im Hochsommer weht selbst hier noch eine erfrischende Gebirgsseekühle. Die Wasserqualität ist sehr gut und auch die Wassertemperatur lässt mit sommerlichen Werten von 24 Grad keine Wünsche offen. All dies verführt nicht nur die Feriengäste aus der Ferne zu längeren Aufenthalten, sondern lockt auch an den Wochenenden Besucher aus München und der Umgebung an.
Uferbewohner
Einmal am See angekommen, träumt so mancher davon, hier seine Zelte aufzuschlagen oder besser gesagt, sein Schlösschen mit Seezugang zu bauen. Denn nicht nur das Alpenpanorama sondern auch der Anblick prachtvoller Villen verleiht schnell zum Träumen. Der Starnberger See ist der See mit der höchsten Promi- und laut ADAC auch die Region mit der höchsten Cabrio-Dichte in ganz Deutschland. Cabrio fuhren sie damals noch nicht, offene Kutschen brachten aber bereits im 15. Jahrhundert Adelige, Herrscher und Großgrundbesitzer zu ihren Anwesen am See. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten hier Literaten und Künstler, heute die Stars des FC Bayern München. Die Liste der prominenten Anwohner ist lang und glaubt man Umfragen, so wohnen hier die glücklichsten Menschen Deutschlands: 86 Prozent der Landkreis-Bewohner sagen, dass es sich „hier sehr gut leben lässt“.
Aber man muss ja nicht gleich hier leben, um all das genießen zu können. Elegante Strandbäder, Yachtclubs und die ein oder andere Seepromenade laden dazu ein, Atmosphäre zu schnuppern und sich ein wenig wie einer aus der „Schickeria“ zu fühlen.
Das Paradies am See
Eines der bekanntesten Strandbäder ist das „Paradies“. Es liegt, wie könnte es auch anders sein, in der ehemaligen Parkanlage des Sissi-Schlosses in Possenhofen. Die große Liegewiese mit Seezugang, Kinderspielplatz, mehreren Badestegen, Grillplätzen, Volleyballfeld, Spielplatz sowie einen Kiosk versprechen einen Badetag deluxe. Und wer auf dem Brett eine gute Figur machen möchte – für Windsurfer steht am Nordende vom „Paradies“ ein separater Bereich zur Verfügung. Sehr schick und bereits seit 1888 ein Anziehungspunkt am Starnberger See ist das „Undosa“, was so viel bedeutet wie „Die Wellenreiche“. Damals als Badeanstalt errichtet wurde hier noch strikt auf die übliche Geschlechtertrennung geachtet. Heute gleicht das Restaurant und Café einem Beach-Club. Bekannt und legendär ist auch der Biergarten „Zum Häring“ in Tutzing sowie das „Nordbad“ mit Surf- und Segelschule. Hier gehen sie ein und aus, die Reichen und Superreichen. Hier lassen sie sich gerne beobachten, wenn sie mit ihren kleinen und größeren Booten am Steg anlegen, um Freunde und Champagner an Bord zu holen und sich dann wieder auf den See zurückzuziehen.
Ahoi!
Ist man nicht im Besitz eines eigenen Schiffes, so bieten sich rund um den See einige Gelegenheiten, Yachten, Segelboote, Tret- und Paddelboote zu mieten und selbst locker und lässig über den Starnberger See zu schippern. Von hier hat man schließlich auch den besten (Ein-)Blick auf die schmucken Häuschen, Villen und Schlösschen entlang des Ufers. Wer sich lieber bequem fahren lassen und dabei sogar noch das ein oder andere Detail über den See und seine Anwohner erfahren möchte, der sollte den Worten des Kapitäns auf einem der Ausflugsdampfer lauschen. Weitere Informationen auch unter: www.oberbayern.de, www.starnbergersee-info.de, www.sta5.de
Weitere Informationen unter www.oberbayern.de
Der Tourismusverband München-Oberbayern e.V. ist der touristische Dachverband im Regierungsbezirk Oberbayern. Er ist der größte touristische Verband Deutschlands und bündelt die Interessen von über 350 Mitgliedern und steht für 32 Millionen Übernachtungen.
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