Tourismusverband München-Oberbayern e.V.
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Die schönsten Radeltouren durch Oberbayern

Wo es richtig rund läuft

Bilderbuchdörfer mit Zwiebeltürmen, Königsschlösser und uralte Klöster. Alpengipfel, Almen und Seen – Oberbayern hat 1.000 Gesichter. Wer die Vielfalt entdecken möchte, sollte sich aufs Rad schwingen und einfach losfahren. Zwischen Berchtesgaden und Garmisch-Partenkirchen, zwischen Alpenkette und Donau findet jeder sein ideales Radrevier. Unzählige Routen schlängeln sich durch Deutschlands Ferienregion Nummer eins: Vom genussvollen Ausflug mit der ganzen Familie bis hin zur anspruchsvollen Kletterpartie via  Mountainbike – so hoch hinauf wie in Oberbayern geht es wohl nirgendwo sonst in Deutschland.

Einzigartige Eindrücke verspricht ein Radel-Ausflug in das Naturschutzgebiet Osterseen im Pfaffenwinkel. In dem rund 1.000 Hektar großen Gebiet südlich des Starnberger Sees verbirgt sich scheinbar hinter jeder Kurve ein weiteres, wunderschönes Gewässer mit Badebuchten und schattigen Ufern. Insgesamt sprenkeln hier 20 große und 15 kleine Seen das sanfte Voralpenland. Dazwischen bilden  Mischwälder und Moorlandschaften die Kulisse. Wer nicht nur die Natur, sondern auch frisch gezapften Gerstensaft und bayerische Geselligkeit genießen möchte, kann im Pfaffenwinkel eine Biergartenrundtour unternehmen, die in Aidenried startet und endet und zu den schönsten Fleckchen der Region führt. Vorm Einkehrschwung wartet allerdings harte Arbeit: Die rund 60 Kilometer lange Strecke schlängelt sich bergauf und bergab durch die Dörfer.

Probier’s mal mit Gemütlichkeit lautet dagegen das Motto, wenn man sich in der Region Ammersee-Lech auf den Sattel schwingt, um das rund 300 Kilometer lange Wegenetz zu erkunden. Urlauber können hier fünftägige Touren buchen, bei denen das Gepäck ganz bequem zur nächsten Unterkunft chauffiert wird. Täglich stehen bis zu 45 leichte Radelkilometer auf der Karte, die ein moderates Höhenprofil aufweist und zu den reizvollsten Sehenswürdigkeiten leitet, darunter Kloster Andechs, Schloss Kaltenberg und die berühmte Barockkirche in Dießen am Ammersee. Letztere erreicht man auch auf dem Ammerseehöhenweg, der durch die malerischen Dörfer am Ufer führt. Wer lieber mal auf den Spuren der Römer radeln möchte, folgt den Schildern der Via Claudia Augusta. Wo früher die Legionen des Cäsar marschierten, verläuft heute ein landschaftlich reizvoller Fernradweg, auf dem man von der Donau bis an die italienische Adriaküste in die Pedale treten kann.

Gleich drei bedeutende XXL-Radwege queren die Region Inn-Salzach: Der Innradweg, der Salzhandelsweg und der Traun-Alz-Weg bieten zahlreiche Möglichkeiten, diesen idyllischen Landstrich auf ausgedehnten Touren zu erkunden. Wer sich unterwegs in die regionaltypische Baukunst der Region verliebt hat, sollte von Altötting aus die Buntwerkstadl-Route wählen. Den 69 Kilometer langen Radweg säumen imposante Exemplare dieser traditionellen Holzbautechnik.   

In eine bedeutende Epoche der Malerei taucht man dagegen in der Zugspitz-Region ein, wo man rund um Murnau auf den Spuren der Künstlergruppe der „Blaue Reiter“ radelt. Berühmte Avantgardisten wie Franz Marc, Gabriele Münter und Wassily Kandinsky hoben hier vor 100 Jahren den Expressionismus aus der Taufe. Heute lotsen spezielle Karten zu den Orten, an denen sie ihre Staffeleien aufstellten. Die Zugspitz-Region ist aber nicht nur für hohe Kunst, sondern auch für Schwindel erregende Höhen bekannt, die Radfahrer im Angesicht von Deutschlands höchstem Berg erklimmen können. Reizvolle Strecken führen beispielsweise von Garmisch-Partenkirchen aus auf die rund 1.200 Meter hoch gelegene Esterbergalm oder von Wallgau aus über Klais nach Elmau, wo man sich dem Ferchenbach folgend in die abgeschiedene Alpenwelt verabschiedet. So richtig austoben können sich Offroad-Fans übrigens im Bikepark Oberammergau, der mit Hindernissen, Schanzen, rasanten Pisten und vielem mehr für Adrenalinkicks sorgt.

Hoch hinaus mit dem Mountainbike
Ein wahres Dorado für Mountainbiker wartet auch im Berchtesgadener Land, das mit dem Watzmannmassiv, dem Königssee und dem Nationalpark eine imposante Kulisse für Urlaub auf zwei Rädern bietet. Nur Geübte sollten sich auf den steilen, anspruchsvollen Weg rauf zum Kehlsteinhaus und zum Rossfeld begeben, während die Hochebene von Oberschönau mit ihren einzigartigen Ausblicken auch Genussradler in Angriff nehmen können.

Mountainbiker, die die Radelkarte des Tölzer Landes studieren, finden hier ebenfalls ihre Lieblingsstrecke und erklimmen den rund 1.200 Meter hohen Blomberg. Wer nicht ganz so hoch hinaus möchte und vielleicht sogar einen Radausflug mit der ganzen Familie plant, folgt derweil dem Isarradweg, der den Fluss von den Alpen bis zur Donau begleitet und durch die malerische Altstadt von Bad Tölz führt. Die Radler können sich auf schattige, flache Uferwege freuen, die sich fernab des Straßenverkehrs durchs Voralpenland schlängeln und unzählige lauschige Plätzchen für ein Picknick in der Natur parat halten.

Stundenlang durch Wald und Wiesen fahren und dabei keiner Menschenseele begegnen – wer in Ruhe und Einsamkeit radeln möchte, nimmt den Chiemgau-Radweg. Die 34 Kilometer lange Route von Inzell nach Reit im Winkl entführt in die abgeschiedenen Flusslandschaften, Täler und Bergwelten des Chiemgaus. Natur pur lockt auch in Bayerns ältestes Naturschutzgebiet, die Eggstädt-Heimhofer Seenplatte, das auf einem weitläufigen Wegenetz erkundet werden kann. Wer im Chiemgau mit dem Rad unterwegs ist, kann sich übrigens auch auf die Spuren berühmter Persönlichkeiten begeben: Der Mozartradweg lädt zum Abstecher in die Welt des Salzburger Musikgenies ein, während der Benediktradweg die wichtigsten Stationen im Leben des Papstes verknüpft. Der 224 Kilometer lange Weg führt nicht nur zum Geburtshaus von Benedikt und zu weiteren bedeutenden biografischen Orten, sondern verbindet auch das Chiemgau mit der Region Inn-Salzach und der Chiemsee-Region.

Apropos Chiemsee: Die Umrundung des „bayerischen Meeres“ zählt schon fast zu den Pflichtrouten für Urlauber in Oberbayern. Der Weg ist rund 68 Kilometer lang und verläuft meist direkt am Ufer, so dass man unterwegs den herrlichen Blick auf das Naturjuwel genießt. Mit dem Waginger See bietet sich noch ein weiteres schönes Gewässer für eine Tagestour an. Von Bernau aus radelt man gen Süden durch kleine Dörfer, vorbei an Weilern und weiten Wiesen, auf denen die Kühe grasen. Bauernhöfe, in denen sich die Radler mit frischen Köstlichkeiten stärken können, machen den Wasserburger Rundweg zum kulinarischen Vergnügen. Die heimischen Landwirte tischen den hungrigen Pedalrittern deftige Brotzeiten auf oder versorgen sie im Hofladen mit den Produkten der Region.

Urige Gasthöfe und schattige Biergärten verführen auch in der Region Tegernsee Schliersee immer wieder dazu, vom Rad zu steigen. Eine ideale Route für Genießer führt 21 Kilometer um den Tegernsee. Seit einigen Jahren gibt es hier ein Wegenetz, auf dem Radler das mondäne Kleinod in seiner gesamten Pracht erkunden können. Gerade an heißen Tagen lohnt es sich, die Badehosen einzupacken, weil zwischendurch immer wieder idyllische Badebuchten auftauchen. Jede Menge Gelegenheiten für eine Abkühlung bietet auch der Ausflug von Gmund entlang der Mangfall, der besonders Familien einen erlebnisreichen Radl-Tag beschert.

Jede Menge Abenteuer verspricht nicht zuletzt das Radeln in der Millionenstadt München. Wer sich hier in den Sattel schwingen möchte, findet zahlreiche urbane Routen, auf denen man ganz nebenbei die Sehenswürdigkeiten der Landeshauptstadt entdeckt. Vom Marienplatz aus bieten sich verschiedenen Touren an: Am Deutschen Museum und der Isar entlang nach Harlaching oder durch Schwabing vorbei am Olympiapark zum Lerchenauer See.

Weitere Informationen unter www.oberbayern.de

Der Tourismusverband München-Oberbayern e.V. ist der touristische Dachverband im Regierungsbezirk Oberbayern. Der größte touristische Verband Deutschlands bündelt die Interessen von über 350 Mitgliedern und steht für 32 Millionen Übernachtungen (in Betrieben ab neun Betten).

Pressestelle Tourismusverband München-Oberbayern
Angelika Nuscheler    Fon +49 (0)89 82 92 18 13    presse@oberbayern.de    www.presse.oberbayern.de 

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