Tourismusverband München-Oberbayern e.V.
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Sommertrends in Oberbayern: Willkommen im alpinen Abenteuerland

Wo man übers Wasser geht und oben schwebt

Kletterer erklimmen die Vertikale, Familien streifen bei der GPS-Schnitzeljagd über die Alm, Paraglider kreisen am Himmel und in den Schluchten entlang der oberbayerischen Alpenkette überwindet beim Abseilen so mancher seine Grenzen. Auf dem gigantischen Abenteuerspielplatz zwischen Zugspitze und Watzmann begegnet man im Sommer zahlreichen Aktiven, die den klassischen Sportarten frönen. Aber auch so manchen Trendsettern, die zum Teil mit skurrilen Gefährten ganz neue Wege beschreiten.

In Holzkirchen in der Alpenregion Tegernsee Schliersee erobert etwa eine Art alpines Go-Kart die Berge. Ähnlich wie mit dem Schlitten über die Naturrodelbahn geht es mit dem neuen Mountaincart auf abgelegenen Bergpfaden hinab ins grüne Tal. Der Geschwindigkeitsrausch auf dem Hightech-Dreirad wird auch als geführter Abenteuer-Trip angeboten: Das nur zwölf Kilogramm schwere Mountaincart im Schlepptau, wandert man zunächst an der Seite eines Guides auf den Berg, um anschließend auf sicheren Wegen durch die Kurven zu sausen.

Wem das Downhill-Dreirad noch nicht skurril genug ist, geht im Tölzer Land einfach mal übers Wasser. Skijak heißt die Symbiose aus Langlauf und Kajak, bei der man aufrecht stehend mit zwei langen, bootsförmigen Schwimmkörpern an den Füßen über die Isar stakst, gleitet, geht, steigt oder grätscht – wer Füße in die Boote steckt, genießt im wahrsten Sinne des Wortes absolute Beinfreiheit. Der Umgang mit Paddel und Skijak ist übrigens kinderleicht. Wer sich in regelmäßig stattfindenden Einführungskursen die Technik zeigen lässt, erlebt die Seen und Flüsse der Region schon bald auf eigene Faust.

Ganz auf sich und einen GPS-Empfänger ist man bei einem neuen Trendsport gestellt, der die klassische Schnitzeljagd ins Hightech-Zeitalter befördert. Mit einem modernen GPS-Gerät ausgestattet, treffen sich Aktive in Inzell im Chiemgau zum „geocaching“. Die Satellitendaten leiten zu Stationen, an denen man alleine oder im Team des Rätsels Lösung findet. Unterwegs müssen die modernen Schatzsucher nicht nur kombinieren und navigieren, sondern lernen nebenbei die Bilderbuchlandschaft des Chiemgaus kennen.

Tosende Gebirgsbäche, Wasserfälle und steile Felsen bilden dagegen die Naturkulisse in Kiefersfelden, wo man sich beim Canyoning von wildromantischen Schluchten verschlucken lässt. An der Seite von Profis geht es mitten hinein ins Reich der Klamm: durchs Wasser waten, über Baumstämme rutschen, Felsblöcke erklimmen und sich von glitschigen Klippen abseilen. „Canyoning ist eines der letzten großen Abenteuer unserer Zeit“, sagt Robert Popp, Leiter der Wildwasserschule Inntal in Kiefersfelden-Oberaudorf. Rutschen, Klettern, Springen und Schwimmen – auf den Touren, die je nach Fitness-Grad der Teilnehmer zwischen zwei und acht Stunden dauern, warten viele Herausforderungen, die nichts für schwache Nerven sind. Profis springen von bis zu fünf Meter hohen Hängen ins Wasser oder seilen sich von den glitschigen Felsgiganten ab. Sicherheit hat prinzipiell Priorität. Zur festen Ausrüstung zählen deshalb Helme und wärmende Neoprenanzüge mit Protektoren. Gewärmt und gepolstert stürzen sich auch Kinder ab neun Jahren ins Abenteuer – sofern sie schwimmen können.

Brettl-Spaß in Badehose
Letzteres ist auch Vorraussetzung für einen Trendsport, der das Skifahren und Snowboarden auch im Sommer möglich macht. Auf dem Hödenauersee in Kiefersfelden reiht man sich auch dann brav am Schlepper ein, wenn auf den mächtigen Alpenhängen schon lange kein Schnee mehr funkelt. Von morgens um 10 Uhr bis in die frühen Abendstunden kann man hier gemächlich seine Runden drehen, über Schanzen springen oder Schlangenlinie fahren. Kinderleicht lässt sich am Fuße des Kaisergebirges von Ostern bis Ende Oktober der Wintersport im Wasser konservieren. Alles was man braucht, ist eine Badehose und ein Handtuch. Boards, Brettl und Schwimmwesten werden bereitgestellt, Neoprenanzüge kann man getrost zu Hause lassen: Der idyllische Baggersee erwärmt sich im Sommer auf mollige 24 Grad.

Wasserski-Novizen erhalten zunächst eine Einführung in die Technik und sind schon wenig später in ihrem Element: Während Anfänger mit bis zu 30 Stundenkilometern auf der nassen Piste gleiten, zieht es Könner fast doppelt so schnell übers Wasser. Und wer mit beiden Beinen fest auf den Brettern steht, kann auf dem Hödenauersee spektakuläre Trendsportarten testen: Trickski und Wasserskispringen. In den USA zählen diese Disziplinen bereits zu den Top-Sportarten. Deutschland hinkt da noch ein bisschen hinterher. Obwohl man in Kiefersfelden sogar Weltmeister trifft, wie Wetsports-Chef Thomas Bauer, der mit einem Riesen-Satz über fast 64 Meter den Rekord der Wasser-Variante des Skispringens hält.

Trendsetter treffen sich auch auf dem Walchensee im Tölzer Land: Wegen seines oft böigen Windes gilt das idyllische Gewässer als erste Adresse für Abenteurer, die den Kick beim Kiten suchen. Immer mehr Surfer tauschen hier das Segel gegen den Gleitschirm aus und begeistern die Badenixen an den Stränden mit Sprüngen und akrobatischen Einlagen. Frühaufsteher genießen im Sommer warme Südwinde auf dem Tegernsee, die vor allem in den Morgenstunden für traumhafte Bedingungen sorgen. Auch bei Flaute, Sturm oder Regen können Boarder in Oberbayern ihrem Funsport frönen: Im Freizeitbad „Alpamare“ in Bad Tölz reizt die weltweit erste Indoor-Surfanlage zum coolen Ritt bei tropischen Temperaturen. Auf der 200 Quadratmeter großen Anlage kann man der perfekten Welle auf dem Funbord stehend, liegend oder kniend ins Auge blicken. Wer fliegt, fällt weich: Das Brandungsbecken im oberbayerischen Hawaii ist angenehm gepolstert.

Nerven wie Drahtseile, Körperbeherrschung und nicht zuletzt schier unendliche Schwindelfreiheit sind dagegen unverzichtbar, wenn man sich den vertikalen Herausforderungen in Oberbayern stellt. Unzählige Steilwände ragen entlang der Alpen in den weiß-blauen Himmel und laden zur Kletterpartie ein – vom Einsteigerhang bis hin zum Profifels. An berühmten Vorbildern mangelt es in Oberbayern nicht. Allein im Berchtesgadener Land kann es gut sein, dass man in den Dorados wie der berühmt-berüchtigten Watzmann-Ostwand, der Göllwestwand oder dem neuen Berchtesgadener Hochthronsteig den besten Kletterern der Welt begegnet. Darunter der Weltmeisterin Ines Papert und den Extrembergsteigern Thomas und Alexander Huber, besser bekannt als die „Huberbuam“.

Wer nicht gleich auf den Spuren der Besten klettern möchte, findet am Tegernsee mit dem Südostband des 1.768 Meter hohen Blankensteins ein landschaftlich reizvolles Übungsterrain. Fester Fels, atemberaubende Ausblicke und gebohrte Haken an den schwierigsten Stellen machen die Tour hoch über den Dächern von Rottach-Egern zum Erlebnis für Genusskletterer. Vor der Qual der Kletter-Wahl steht man dagegen im Achental in der Chiemsee-Region, wo rund 500 Partien der verschiedensten Schwierigkeitsgrade in die Vertikale locken. Mittlerweile zählen die Rockies am Chiemsee übrigens zu den beliebtesten Felsen in Südostbayern.

Sich durch die Lüfte schwingen wie Tarzan oder auf dem Seilfahrrad zwischen den Baumkronen fahren? Im neuen Hochseilgarten in Garmisch-Partenkirchen laden fünf Parcours zum Abenteuer mit Panorama ein. Vom Einweisungsterrain am Boden bis hin zur Aussichtsplattform in 17 Metern Höhe bietet der Kletterwald unterschiedlichste Herausforderungen. Im benachbarten Mittenwald sorgen ein elf Meter Kletterturm und ein Naturseilgarten für außergewöhnliche Adrenalinkicks, denn die Aktiven hangeln hier sogar direkt über den wilden Fluss.

Zur Kletterpartie mit Klosterblick bietet sich das Ettaler Manndl (1.633 Meter) in den Ammergauer Alpen an, das über der berühmten, barocken Basilika der Benediktinerabtei in den Himmel ragt. Doch Vorsicht: Der Name täuscht, denn beim Manndl handelt es sich nicht um einen niedlichen Klosterberg, sondern um ein gestandenes Mannsbild, dessen Gipfelsteig nur Geübte wagen sollten.

Sightseeing aus der Vogelperspektive
„Wenn ich vom Gipfel ins Tal heruntergeschaut habe, dann habe ich immer gedacht, dass es ein schönes Gefühl sein müsse, dort herunter zu fliegen“. Gesagt, getan: Willy Kravanja zögerte nicht lange, das Drachenfliegen auszuprobieren, als dieses Mitte der 1970er Jahre langsam populär wurde. Er zählt damit zu den Ersten, die den oberbayerischen Luftraum für die sanften Gleiter eroberten und noch heute kann man an der Seite des Pioniers das Drachenfliegen lernen. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Gleitschirm gleitet man hierbei „vogelähnlich, mit dem Kopf voraus durch die Luft“, erklärt der Fluglehrer aus Bayrischzell. „Das gibt den besonderen Kick beim Fliegen.“ An Bord eines Drachen legt man übrigens bis zu 15 Kilometer zurück und kann sogar einen richtigen Geschwindigkeitsrausch erleben: Die Gleiter erreichen bis zu 120 Stundenkilometer.

Gemächlicher ziehen dagegen die Gleitschirme ihre Kreise am Himmel und wer gemeinsam mit einem Profi Vogelfeeling pur erleben möchte, kann beispielsweise von der Kampenwand bei Aschau im Chiemgau starten. Je nach Wetter und Thermik dauert der unvergessliche Höhenflug bis zu 45 Minuten. Wer mal auf eigene Faust abheben möchte, kann einen Grundkurs absolvieren, der in vier bis fünf Tagen das nötige Rüstzeug vermittelt. Solche Kurse bietet auch das Ruhpoldinger Flugzentrum am Unternberg an, das zu den führenden Gleitschirmschulen im deutschsprachigen Raum zählt.

Zum Sightseeing aus der Vogelperspektive startet man auch im Pfaffenwinkel, wo ein offenes Ultraleichtflugzeug zum Rundflug über das Alpenvorland einlädt. Abenteurer haben die Wahl zwischen verschiedenen Routen und können sich die schönsten Seen der Region, die Königsschlösser, die Zugspitze oder auch die Landeshauptstadt München im Mini-Format anschauen.

Weitere Informationen unter www.oberbayern.de

Der Tourismusverband München-Oberbayern e.V. ist der touristische Dachverband im Regierungsbezirk Oberbayern. Der größte touristische Verband Deutschlands bündelt die Interessen von über 350 Mitgliedern und steht für 32 Millionen Übernachtungen (in Betrieben ab neun Betten).

Pressestelle Tourismusverband München-Oberbayern
Angelika Nuscheler    Fon +49 (0)89 82 92 18 13    presse@oberbayern.de    www.presse.oberbayern.de 

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