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PRESSE-INFO

17. Februar 2021

Neues vom Hoteliers-Nachwuchs

Generationswechsel im Alpenraum

Nachwuchs-Hoteliers von heute bewältigen nicht nur andere Herausforderungen als ihre Eltern. Sie haben es auch mit größerer Konkurrenz zu tun und müssen ihre Betriebe daher viel klarer im jeweiligen Segment positionieren. Zum Glück stehen die „alten Hasen“ immer noch gern mit Rat und Tat zur Seite. So konnten die Zukunftsvisionen der Jungunternehmer teilweise schon erfolgreich umgesetzt werden und reichen von einem Treffpunkt für Freigeister aus aller Welt über klimapositive Energiebilanzen und Green Meetings bis hin zu starken Familienbanden als Basis für gesundes Wirtschaften. Folgende fünf Beispiele aus Bayern, Tirol und Südtirol zeigen, wohin die Reise unterschiedlicher Alpenhotels in Zukunft gehen wird und wie man mit den richtigen Alleinstellungsmerkmalen das Fundament für den Markenkern legt. www.hermann-meier.de

Stephan Mühlmann leitet das Südtiroler Naturhotel Leitlhof seit 2019. Er will das Vier-Sterne-Superior-Haus in den Dolomiten als europaweiten Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit etablieren. Bildnachweis: Rabensteiner Mike <br>

Naturhotel Leitlhof, Dolomiten/Südtirol
Umweltschutz als stetige Vision

Die Geschichte des Naturhotel Leitlhof in den Südtiroler Dolomiten beginnt 1997, Stephan Mühlmann ist nicht einmal sieben Jahre alt. Schon damals war die Vision seiner Eltern Agnes und Robert, das Haus im Sinn eines nachhaltigen Tourismus in die Zukunft zu führen. Doch erst nachdem Stephan sich mit gerade mal 21 in den Kopf setzte, den Leitlhof in Innichen europaweit zu einem Vorreiter in Sachen Umweltschutz zu machen, kam diesbezüglich richtig Fahrt auf. In jahrelanger Kleinstarbeit entwickelte er ein eigens von ihm konzipiertes Holzkraftwerk. Dank diesem heizt das Hotel heute nicht nur energieautark, sondern sogar klimapositiv. „Als leidenschaftlicher Bauer im Nebenberuf habe ich außerdem mit unserem ‚Mühlhof‘ einen landwirtschaftlichen Betrieb realisiert, wo wir exklusiv für unsere Gäste Gemüse anbauen und Angus-Rinder züchten.“ Schon während seiner Schulzeit hatte der heute 30-Jährige in beinah allen Hotelbereichen des Vier-Sterne-Superior-Hauses mitgeholfen, um möglichst viel zu lernen. Auch sein BWL-Studium in Graz sowie diverse Praktika bei Unternehmensberatern seien wertvoll als Chef von 50 Mitarbeitern – seit Anfang 2019 nämlich ist er Inhaber und Geschäftsführer des Naturhotels. „Die Erfahrungen meiner Eltern schätze ich nach wie vor sehr“, sagt der bald dreifache Vater, der noch viele Pläne für den Leitlhof bereithält: „Wir möchten uns vor allem in Bezug auf Nachhaltigkeit weiter verbessern und unsere Stärken hinsichtlich der Produktion alternativer Energien festigen.“ Film zur Story auf YouTube. www.leitlhof.com
Foto (download): Stephan Mühlmann leitet das Südtiroler Naturhotel Leitlhof seit 2019. Er will das Vier-Sterne-Superior-Haus in den Dolomiten als europaweiten Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit etablieren
Bildnachweis: Rabensteiner Mike

Hotelchef Marcel Gutheinz ist vom Mythos seines „Gutzeitorts“ in Tannheim/Tirol überzeugt: „Die meisten Gäste und Mitarbeiter können gar nicht erklären, warum sie sich bei uns im Jungbrunn so wohlfühlen.“ Bildnachweis: Hotel Jungbrunn, Tannheim/Tirol

Hotel Jungbrunn, Tannheim/Tirol
„Der Gutzeitort soll auch in Zukunft eine Art Mythos bleiben“

Lebenserfahrung ist etwas, das man in keinem Studium, Praktikum oder Buch lernen kann – davon ist Marcel Gutheinz vom Jungbrunn in Tirol überzeugt. Dementsprechend befindet sich der junge Hotelier in ständigem Austausch mit seinen Abteilungsleitern sowie den Eltern Markus und Ulrika, die den „Gutzeitort“ im österreichischen Tannheimer Tal nach 25 außergewöhnlichen Jahren vertrauensvoll in die Hände ihres einzigen Sohnes übergeben haben. Seit 2017 leitet er den Betrieb mit 150 Angestellten erfolgreich in dritter Generation und führt die Philosophie seiner „Lebenslehrer“ weiter: „Man muss immer offen für Neues bleiben und tagtäglich hart an sich arbeiten.“ Doch auch wenn der gelernte Hotelbetriebswirt, Koch und Sommelier dankbar ist für jeden Rat, trifft er die finalen Entscheidungen am Ende doch selbst. „Dabei geht es vor allem darum, im Sinn des Unternehmens zu handeln“, findet der 32-Jährige, seit 2020 verheiratet. Damit sei aber nicht gemeint, dass das Hotel mit seinem 7.900-Quadratmeter-Spa mehr Betten haben müsse – im Gegenteil: Die jetzige Größe mit 92 Zimmern, Suiten und Apartments hält er für perfekt und möchte lieber kontinuierlich die Qualität steigern. „Meine Vision ist vielmehr, das Jungbrunn auch weiterhin als Vorreiter in Sachen Design zu etablieren, aber nicht nur: Mir geht es speziell um die Wertschätzung der Menschen im Haus. Auch in Zukunft sollen Freigeister und außergewöhnliche Charaktere im Jungbrunn zusammenkommen und die einzigartige Atmosphäre kreieren, in der sich Gäste wie Mitarbeiter so wohlfühlen.“ Film zur Story auf YouTube. www.jungbrunn.at
Foto (download): Hotelchef Marcel Gutheinz ist vom Mythos seines „Gutzeitorts“ in Tannheim/Tirol überzeugt: „Die meisten Gäste und Mitarbeiter können gar nicht erklären, warum sie sich bei uns im Jungbrunn so wohlfühlen.“ Bildnachweis: Hotel Jungbrunn, Tannheim/Tirol

 Im Einklang mit Umwelt und Natur zu wirtschaften ist eines der Ziele von Maximilian Schwabe, Geschäftsführer im oberbayerischen Schlossgut Oberambach südlich von München. Bildnachweis: Robert Kittel/Schlossgut Oberambach

Schlossgut Oberambach, Starnberger See/Oberbayern
Alles im grünen Bereich

„Mein Anliegen ist es, diesen besonderen Platz anderen Menschen zugänglich zu machen.“ So beschreibt Maximilian Schwabe seine Philosophie als Geschäftsführer des Schlossgut Oberambach. Der herrschaftliche Landsitz mit 40 Gästezimmern liegt oberhalb des Starnberger Sees mit Blick auf die Alpen und umgeben von 52 Hektar Wald und Wiesen auf eigenem Grund. Ursprünglich wollte der 34-Jährige in der Event-Branche arbeiten, entschied sich aufgrund des großen Veranstaltungsbereichs im Schlossgut aber für eine Ausbildung im oberbayerischen Familienbetrieb. Die gefiel Maximilian so gut, dass er anschließend im Schweizer Montreux Hotelmanagement studierte. Im Oktober 2018 schließlich übernahm er das Biohotel von seinem Vater Andreas, nachdem er schon zehn Jahre laufend dort mitgearbeitet hatte. „Er steht mir immer noch beratend zur Seite. Allerdings habe ich die Zeit auch genutzt, um eigene Ideen umzusetzen, zum Beispiel ein Gemüsefeld und die vegetarische Mittagskarte. Außerdem hat sich in Sachen Digitalisierung viel geändert. Und die Themen Hochzeiten sowie Meetings und Incentives rücken noch klarer in den Fokus“, erzählt der zweifache Vater. Darüber hinaus gehe es jetzt legerer zu. „Mein mittel- und langfristiges Ziel ist ein extrem hoher Standard, wobei sich Gäste und Mitarbeiter auf Augenhöhe begegnen, austauschen und voneinander profitieren sollen“, beschreibt Maximilian seine Zukunftsvision für das Schlossgut Oberambach. www.schlossgut.de
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Bildnachweis: Robert Kittel/Schlossgut Oberambach

Bei Familie Thurner vom Feldhof in Vilpian/Terlan in Südtirols Süden helfen alle zusammen. Langfristig soll Oma Hildegard (li.) aber mehr und mehr ihren Ruhestand genießen und sehen dürfen, wie der „Roter Hahn“-Betrieb in ihrem Sinn weitergeführt wird. Bildnachweis: Feldhof/Miriam Federspie

„Roter Hahn“, Südtirol/Italien
Neue Wege, alte Familienbande

„Mit der Idee, den alten Bauernhof komplett zu sanieren, konnte sich meine Mutter zuerst nur schwer anfreunden“, erzählt Christian Thurner vom Feldhof in Vilpian bei Terlan. „Am Ende aber haben wir sie von der Notwendigkeit zur Neugestaltung und -ausrichtung überzeugt“, sagt der 49-jährige Bauer, der mit seinen Äpfeln die örtliche Genossenschaft beliefert und daraus gemeinsam mit seiner Frau Fruchtaufstrich, Mus, Sirup, Eingelegtes, Kompott, Saft sowie Trockenobst herstellt. Ohne die wertvollen Tipps von Oma Hildegard funktioniert‘s laut Bäuerin Gaby im Alltag trotzdem nicht: „Meine Schwiegermutter hat beinah sechzig Jahre Erfahrung mit Urlaub auf dem Bauernhof. Wenn es also um die perfekte Bewirtung der Gäste, die Außengestaltung, die Blumen im Garten oder die Ausstattung der fünf Ferienwohnungen geht, bleibt sie meine wichtigste Ratgeberin. Die Zusammenarbeit ist uns wichtig und wir leben sie tagtäglich.“ Seit seiner Neueröffnung 2019 ist der Feldhof Mitglied der Marke „Roter Hahn“ und wurde mit fünf Blumen eingestuft, zu Recht: In dem avantgardistischen Architektenentwurf sind ausschließlich hochwertigste natürliche Materialien wie Holz, Stein und Filz verarbeitet. Die hofeigenen Erzeugnisse genießen Urlauber beim Frühstück oder kaufen sie in der Produktecke. Vor Ort gibt es einen Salzwasserpool, zudem hat sich der Feldhof auf Radler spezialisiert – Christian und Gaby sind geprüfte Moutainbike-Guides und gehen gern mit ihren Gästen auf Tour durch Südtirols Süden. Film zur Story auf YouTube. www.roterhahn.it
Foto (download): Bei Familie Thurner vom Feldhof in Vilpian/Terlan in Südtirols Süden helfen alle zusammen. Langfristig soll Oma Hildegard (li.) aber mehr und mehr ihren Ruhestand genießen und sehen dürfen, wie der „Roter Hahn“-Betrieb in ihrem Sinn weitergeführt wird
Bildnachweis: Feldhof/Miriam Federspiel

Florian Ultsch freut sich schon jetzt auf die Übernahme des Familienunternehmens harry’s home hotels & apartments sowie der beiden Innsbrucker Häuser Hotel Schwarzer Adler und aDLERS Lifestyle-Hotel. Bildnachweis: angelolair.com

harry’s home hotels & apartments, DACH
Hotel Schwarzer Adler Innsbruck und
aDLERS Lifestyle-Hotel, Tirol/Österreich
Ein Familienunternehmen, zwei Generationen

Gemeinsam mit seinen Eltern und seinem Bruder leitet Florian Ultsch die österreichische Hotelkette harry’s home hotels & apartments sowie die beiden Innsbrucker Häuser Hotel Schwarzer Adler und das aDLERS Lifestyle-Hotel. Noch gibt es keinen offiziellen Generationswechsel: „Derzeit sind wir im Prozess der künftigen Rollendefinition und legen bereits die Weichen zur Übergabe in den nächsten Jahren“, sagt der älteste Sohn von „harry’s home“-Gründer Harald Ultsch. Durch seine touristische Ausbildung hat Florian bereits früh im Betrieb ausgeholfen, 2013 ging der heute 33-Jährige aktiv an den Start. Die künftige Strategie für die harry’s home hotels & apartments sieht er klar definiert: „Mittelfristig bleiben wir weiterhin im deutschsprachigen DACH-Raum vertreten. In Bezirkshauptstädten, industriellen Hotspots sowie Ferienregionen mit ganzjährigem Angebot und gewerblicher Nachfrage fühlen wir uns sehr wohl. Auf lange Sicht könnten wir uns allerdings eine weitere Expansion vorstellen.“ Konkrete Ideen hatte Florian unter anderem auch beim Umbau des Hotels Schwarzer Adler Innsbruck, das die Familie bereits in vierter und fünfter Generation führt. „Unser Anspruch war es, dem Gast ein Hotel mit allen modernen Komfort- und Design-Ansprüchen zu bieten, ohne dabei den historischen Flair des geschichtsträchtigen Hauses zu verlieren.“ Eins steht auf jeden Fall fest: Große Entscheidungen wird die Familie auch in Zukunft gemeinsam treffen.
www.harrys-home.com, www.schwarzeradler-innsbruck.com, www.adlers-innsbruck.com
Foto (download): Florian Ultsch freut sich schon jetzt auf die Übernahme des Familienunternehmens harry’s home hotels & apartments sowie der beiden Innsbrucker Häuser Hotel Schwarzer Adler und aDLERS Lifestyle-Hotel. Bildnachweis: angelolair.com

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