St. Anton am Arlberg

Tirol/Österreich

PRESSE-INFO
St. Anton am Arlberg

1. Oktober 2020
St. Anton am Arlberg

Die Wiege des alpinen Skilaufs St. Anton am Arlberg schreibt bis heute Wintersportgeschichte

Zwischen uriger Skitradition und modernstem Service

Hannes Schneider und seine Skispuren – Bild aus dem Museum St. Anton am Arlberg. Bildnachweis: TVB St. Anton am Arlberg

Es war einmal ein norwegischer Ingenieur am Arlberg… So beginnt 1880 die Skigeschichte von St. Anton am Arlberg, als ein Norweger mit zwei Brettern unter den Füßen zur Arbeitsstätte am Arlbergtunnel glitt. Zu dieser Zeit war das kleine Dorf auf 1.300 Metern Höhe weit davon entfernt, zu einem der beliebtesten Wintersportorte der Welt zu werden. Der harte Alltag als Bergbauer prägte das Leben der Menschen damals.
Foto (download): Hannes Schneider und seine Skispuren – Bild aus dem Museum St. Anton am Arlberg. Bildnachweis: TVB St. Anton am Arlberg

Die Zeiten in St. Anton am Arlberg änderten sich schnell. Plötzlich waren es nicht mehr die Fremden aus den nordischen Ländern, die im Telemark-Stil die Bergwelt eroberten, sondern die St. Antoner selbst.

Die Anfänge – die Gründung des Ski-Club Arlberg
Am 3. Januar 1901 schrieben sportliche Einwohner Geschichte. Sechs Freunde marschierten an diesem Tag von St. Anton am Arlberg nach St. Christoph und wurden am Ziel ihrer Skitour vom dortigen Hospizwirt Oswald Trojer und seiner Tochter Liesl empfangen. Eine Rast, die sich zu einer fröhlichen Feier entwickelte und mit der Gründung des Ski-Club Arlberg endete. Heute zählt der Ski-Club weltweit mehr als 9.000 Mitglieder aus 60 Ländern. Bereits drei Jahre später wurde die nächste Vision realisiert, die damals in der Bergwelt einmalig war: das „1. Allgemeine Skirennen“. Aus diesem Wettlauf im Januar 1904 entwickelte sich eine Renntradition, die bis heute ihre Fortsetzung findet.

Die erste Skischule weltweit
Die aktiven St. Antoner beließen es jedoch nicht bei ihrem Ski-Club und dem spektakulären Rennen. Mit der Gründung der ersten Skischule setzte Hannes Schneider im Winter 1921/1922 einen Meilenstein der Skigeschichte, indem er den Skikurs „erfand“. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es keinen Skiort, in dem die Urlauber entsprechend ihres Könnens in Gruppen eingeteilt und nach festgelegten Richtlinien unterrichtet wurden. Noch dazu galt Hannes Schneider als Idol, hatte er schon als 13-Jähriger sein erstes Rennen gewonnen und einen ganz eigenen Fahrstil geprägt. Schussfahrten legte er als Erster in der Hocke zurück, eine Haltung, die bis heute die schnellste und sicherste ist. Auch für die Kurven entwickelte er eine ganz neue Technik – er verlagerte zum Kurven fahren sein Gewicht, um dann die Ski herumzureißen.

Eine der ersten Gondeln im Alpenraum
Hannes Schneider zog immer mehr Gäste an, die seine Technik erlernen wollten. Damit wurde der Fremdenverkehr kräftig angekurbelt, denn jetzt war es „in“, den Winter in den Bergen und vor allem auf den Pisten zu verbringen. Die Menschen wollten auf die Gipfel, die Ansprüche stiegen. 1937 entstand in St. Anton am Arlberg mit der Galzigbahn eine der ersten Gondeln im Alpenraum. 210 Personen konnten damit pro Stunde in das Herz des Skigebietes auffahren.

Blick in die Neuzeit
Heute ist St. Anton am Arlberg eine international bekannte Urlaubsregion mit 88 Bergbahnen und Liften, 305 Kilometer markierten Skiabfahrten und 200 Kilometern für Variantenfahrer in der gesamten Ski-Arlberg-Region. Rund 1.000 Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen, innovativer Gästeservice, eine Gondelbahn mit Riesenrad, Wellnesscenter, ein multifunktionales Sportzentrum, Gourmetküche, ein ausgezeichnetes Wander- und Bikegebiet im Sommer sowie zahlreiche Veranstaltungen sind die Zutaten für einen gelungenen Urlaub. Bemerkenswert ist dabei, dass es den Tourismusverantwortlichen in St. Anton am Arlberg gelungen ist, die langjährige Tradition und Geschichte mit dem Anspruch eines internationalen Skiortes zu verbinden, ohne dass Ursprünglichkeit und Charme verloren gehen. Darüber hinaus ist St. Anton am Arlberg heute Mitglied bei „Best of the Alps“ – ein Zusammenschluss der 12 traditionsreichsten Alpenorte Europas.

Ski-WM 2001 und neue Bergbahn-Technik
Ein Highlight in der neueren Geschichte ist die Alpine Ski-WM 2001, die den Namen von St. Anton am Arlberg endgültig über Europas Grenzen hinaus bekannt machte. Die baulichen Veränderungen, auch im Zuge der Weltmeisterschaft, unterstreichen die kosmopolitische Kultur der Urlaubsregion sowie deren Anspruch auf Qualität – so auch die beiden „neuen“ Bergbahnen in St. Anton am Arlberg: die Galzigbahn, gebaut 2006 und die Rendlbahn, die 2009 näher an das Dorfzentrum heranrückte. Vorbei sind die Zeiten, in denen große und kleine Skifahrer über Treppen zum Einstieg stapfen mussten. Vorbei auch die Zeiten, als Wintersportler noch den Bus nehmen mussten, um vom Skigebiet am Galzig zur alten Rendlbahn zu gelangen. Beide Bahnen rückten mit dem Bau der neuen Rendl-Bahn näher zusammen und setzen mit ihrer Architektur und der innovativen Technik richtungweisende Maßstäbe.

Multifunktionales Sportzentrum arl.rock
Waren die Gäste und Bewohner im 19. Jahrhundert bei ihren sportlichen Aktivitäten noch gänzlich den Wetterkapriolen ausgesetzt, macht das Wetter heute niemandem mehr einen Strich durch den Urlaub. Dank des multifunktionalen Sport- und Kletterzentrums arl.rock ist das Sportangebot in St. Anton am Arlberg noch variantenreicher und wetterunabhängiger. Fast alles ist möglich: Tennis, Squash, Kegeln, Klettern und Bouldern. Ein Klettersteig führt auf den 18 Meter hohen Turm des Sportzentrums. Ein Lounge-Restaurant lädt zum Verweilen mit sportlicher Aussicht. Die Trampolinhalle arl.park mit insgesamt 1.000 Quadratmetern Fläche ergänzt das Angebot.

Interski-Kongress 2011
Einen Blick in die Zukunft und einen Ausblick auf die Entwicklung im Wintersport gab der Interski-Kongress in St. Anton am Arlberg im Januar 2011 (erstmals im Jahr 1991). Diese Veranstaltung mit mehr als 2.000 Teilnehmern aus der ganzen Welt ist der wichtigste Treff der internationalen Ski-Szene. Hier werden die jüngsten Trends und Entwicklungen der Wintersport-Pädagogik analysiert sowie neue Fahrtechniken präsentiert. 2011 diskutierten Skilehrer, Pädagogen, Sportwissenschaftler, Mediziner und weitere Fachleute unter anderem über die Themen „Schneesport in der Lebensspanne“, „Wintersport und Migration“ sowie „Wintersport unter ökologischem und emotionalem Aspekt“.

Der Kreis ist geschlossen
Den Tarifverbund Ski Arlberg gab es bereits seit vielen Jahren, bislang war die Verbindung zwischen dem Tiroler St. Anton und Zürs in Vorarlberg jedoch nur über die Straße möglich. Mit dem Bau neuer Verbindungsbahnen sind seit Winter 2016/17 alle Ski-Orte am Arlberg miteinander verbunden – zum größten zusammenhängenden Skigebiet Österreichs mit 305 Kilometern markierten Abfahrten sowie 88 Liften und Bahnen. Wintersportler können die komplette Arlberg-Arena „in einem Guss“ erkunden: morgens in St. Anton auf die Bretter steigen, später auf den sonnenverwöhnten Hängen von Lech und Zürs schwingen, zum Abstecher nach Warth und Schröcken und spätnachmittags über die legendäre Piste „Der „Weiße Rausch“ wieder hinunter nach St. Anton. Die Dimension lässt sich am besten auf dem „Run of Fame“ erleben: Die Skirunde in Erinnerung an heimische Abfahrtslegenden führt über 85 Kilometer und 18.000 Höhenmeter durch das gesamte Ski-Arlberg-Gebiet.

Heimkehr des Arlberg Kandahar Rennens
Als im Jahr 1928 das erste internationale Weltcup-Rennen in St. Anton ausgetragen wurde, stieß die rasante Arlberg-Kandahar-Strecke auf viel Respekt und Euphorie. Fast ein Jahrhundert später ist die Gefühlslage unter Athleten dort unverändert. Seit 2019 misst sich die internationale Ski-Elite der Damen wieder zweijährlich in St. Anton am Arlberg. Die Teilnehmerinnen des Audi FIS Ski World Cup Women kämpfen um wertvolle Punkte und sportliches Renommee – an dem Ort, wo alles begann.

Von gestern und heute
Das Tiroler Bergdorf hat seine Geschichte nicht vergessen – davon kann man sich im Museum St. Anton am Arlberg überzeugen. Die Geschichte der Region und des Skifahrens sowie die eng damit verbundene Entwicklung von Kultur und Brauchtum sind dort in mehreren Räumen und Stationen aufbereitet, so auch die einzigartige Geschichte der Bruderschaft St. Christoph am Arlberg. Schon 1386 gründete Heinrich Findelkind (auch Heinrich von Kempten genannt) die Bruderschaft, um Geld für den Bau des Hospiz auf dem Arlbergpass als Schutzhaus für in Not geratene Reisende zu sammeln. Heute ist diese „Vereinigung christlicher Nächstenliebe“ mit über 20.000 Mitgliedern die größte rein karitative Vereinigung der Welt. Vergangenheit und Gegenwart – in St. Anton am Arlberg liegen sie ganz dicht beieinander.

Weitere Auskünfte im Informationsbüro St. Anton am Arlberg/Österreich
unter +43 5446 2269-0 oder
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