Indigourlaub

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17. Dezember 2019
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INTERVIEW mit Sonja Miko, Geschäftsführerin von Indigourlaub, zum Thema Nachhaltigkeit

„Mein Wunsch: Plastik auf null reduzieren“

Sonja Miko von Indigourlaub setzt bei ihren Reisen auf Nachhaltigkeit in ökologischer, sozialer und ethischer Hinsicht. Bildnachweis: Indigourlaub

Yoga-, Ayurveda- und Meditationsreisen sind die Spezialgebiete des österreichischen Veranstalters Indigourlaub. Für Geschäftsführerin Sonja Miko ist das Thema Nachhaltigkeit Herzenssache. Natur bewusst zu erleben und zu genießen gehört auf ihren Reisen zum Programm, zudem gilt für sie der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen als Selbstverständlichkeit. Neben Siegeln und Zertifizierungen setzt sie vor allem auf konkretes Handeln: Jeder Einzelne kann durch sein persönliches Verhalten zum achtsamen Umgang mit der Umwelt beitragen. Im Interview erklärt Sonja Miko, wie sie sich dafür engagiert und warum ihre eigenen Seminarhäuser auf Mallorca und im Chiemgau noch nicht ganz plastikfrei sind. www.indigourlaub.com  
Foto (download): Sonja Miko von Indigourlaub setzt bei ihren Reisen auf Nachhaltigkeit in ökologischer, sozialer und ethischer Hinsicht
Bildnachweis: Indigourlaub

Nachhaltigkeit spielt bei Ihnen eine große Rolle. So trägt Indigourlaub das TourCert-Siegel. Was hat es damit auf sich?
Miko: Das Siegel ist quasi der „offizielle“ Stempel, dass wir festgelegte, geprüfte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Im Zertifizierungsprozess werden ökologische und soziale Aspekte der Unternehmensführung genau unter die Lupe genommen. So haben Kunden die Sicherheit, dass Nachhaltigkeit auch wirklich gelebt wird.

Zudem sind Sie aktives Mitglied beim „forum anders reisen“. Welche Ziele verfolgt der Zusammenschluss? Und was trägt Indigourlaub bei?
Miko: Die 130 Mitglieder des Vereins „forum anders reisen“ gestalten ihre Reiseangebote nach ökologischen, sozialen und auch ethischen Aspekten. Neben selbst festgelegten Auflagen steht Präventionsarbeit im Vordergrund: Wir möchten Impulse geben, wie Urlauber bei ihren Reisen auf Nachhaltigkeit achten können – soweit möglich. Toleranz, Respekt und Offenheit für Neues sind dabei wesentliche Werte. Indigourlaub ist in verschiedenen Arbeitsgruppen aktiv, etwa bei Ecpat (www.ecpat.de). Dort geht es speziell um den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung.

Können Sie uns noch etwas zu Ihrem Engagement beim Verein SONNE-International sagen?
Miko: Der Verein mit Sitz in Wien setzt sich ganz unbürokratisch für Bildung, Ausbildung und medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen ein. Das Team ist in Indien, Myanmar, Bangladesch und Äthiopien tätig. Wir finanzieren zum Beispiel in Myanmar eine Yogalehrerin, die wöchentlich unterrichtet und den Jugendlichen damit eine gute Basis für mehr Selbstvertrauen gibt.

Indigourlaub kooperiert auch mit „atmosfair“. Wie sieht diese Kooperation aus?
Miko: „atmosfair“ bietet die Möglichkeit, CO2-Emissionen von Flugreisen zu kompensieren und finanziert mit den Geldern Klimaschutzprojekte. Wir übernehmen 50 Prozent der Kompensationskosten unserer Kunden und gleichen natürlich auch unsere Firmenflüge aus.

Kritiker raten, auf Flugreisen in den Urlaub generell zu verzichten. Was antworten Sie?
Miko: Natürlich kann man auf Flugreisen verzichten. Ich denke aber, diese Entscheidung muss jede/r für sich treffen, ohne Angst, als „Klimasünder“ dargestellt zu werden. Wenn man den gehobenen Zeigefinger zum Prinzip erklärt, müsste so vieles verboten werden: Autos inklusive Elektroautos, deren Speicherherstellung Raubbau an der Natur ist, technische Geräte und natürlich ein Großteil unserer Nahrungsmittel. Ich bin aber kein Freund von Doktrinen. Ich selbst fliege relativ viel, versuche aber in anderen Bereichen meines Lebens so nachhaltig zu leben, wie es eben geht. Jeder sollte nach seinen Möglichkeiten Zeichen setzen. Wozu Einzelne fähig sind, beweist aktuell Greta Thunberg. Sie hält uns mit ihren 16 Jahren den Spiegel vor und zeigt, was möglich ist.

Was bedeutet Nachhaltigkeit ganz konkret für das Reiseprogramm und die Auswahl der Urlaubsorte bei Indigourlaub?
Miko: Bei uns muss bei der Auswahl der Urlaubsorte und Partnerbetriebe das Gesamtpaket stimmen. Im Rahmen der persönlichen Besichtigung machen wir uns ein Bild aus ökologischer und sozialer Sicht. Für die CSR-Kriterien (Corporate Social Responsibility) gibt es eigene Fragebögen, die wir mit unseren Partnern durchgehen – das Wichtigste sind dabei Gesamt-Performance und Einstellung. Wir legen großen Wert auf die zwischenmenschliche Komponente. Denn so wie die Partnerschaft mit uns aussieht, ist üblicherweise auch die Umgangsform mit Gästen, Mitarbeitern, den Menschen vor Ort sowie der Natur und ihren Ressourcen. Dieser Aspekt steht für mich persönlich als nachhaltiger Gesichtspunkt ganz oben, da es die Werte der Menschen widerspiegelt.

In welchen Bereichen wären Sie gern noch nachhaltiger?
Miko: Da gibt es viele. In unseren eigenen Retreat Centern von Indigourlaub auf Mallorca und im Chiemgau wünsche ich mir, Plastik auf null zu reduzieren. Leider machen bisher nicht alle Lieferanten mit, manche halten immer noch an Plastikverpackungen fest. Mich schmerzt auch der Anblick bei den Sicherheitskontrollen am Flughafen. Davor türmen sich volle und leere Plastikflaschen, die entsorgt werden, um den Vorschriften gerecht zu werden. Da müsste es doch andere Lösungen geben! Und ganz persönlich würde ich gern meine Autokilometer zunehmend gegen öffentliche Verkehrsmittel tauschen – was leider noch nicht ganz klappt, aber man setzt sich ja Ziele.

Interview: Vera v. Wolffersdorff, Angelika Hermann-Meier PR

Weitere Infos, Katalogbestellung und Buchung unter
Fon +43 732 272810 (Ö), +49 8621 9024140 (D) oder www.indigourlaub.com 

Über Indigourlaub. Der österreichische Veranstalter ist Spezialist für Reisen mit den Schwerpunkten Yoga, Qi Gong, Meditation und Ayurveda-Kuren weltweit. Renommierte Programmleiter sowie sorgfältig ausgewählte Hotels und Retreats inmitten oft unberührter Natur sind die Markenzeichen von Indigourlaub. Wert gelegt wird auch auf gesunde, teils vegetarische oder vegane Verpflegung. Teilnehmer erfahren bei 350 Reisen in 23 Ländern Freude an der Begegnung mit anderen und sich selbst. Herzensanliegen des Indigourlaub-Teams ist zudem ein achtsamer Umgang mit Mensch und Natur. So engagiert sich das Unternehmen als Mitglied beim „forum anders reisen“, kooperiert mit der gemeinnützigen Klima-Organisation „atmosfair“ und trägt die TourCert CSR-Zertifizierung für nachhaltigen Tourismus.

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